Finnischer Baumzucker - Xylit

Xylit: so natürlich wie Zucker – aber gesünder

Xylit, oft auch Birkenzucker genannt, ist eine natürliche Zuckerart. Genauer betrachtet ist Xylit ein Zuckeralkohol, weshalb Xylit oft auch als Xylitol bezeichnet wird. Ein großer Vorteil von Xylit gegenüber Zucker ist, dass er nicht nur keine Karies verursacht, sondern es sogar zu verhindern hilft. Außerdem wird Xylit ohne Insulin abgebaut, so dass ihn auch Diabetiker im Rahmen eines Diätplans verwenden können.

Der deutsche Zahnarzt Dr. Ulrich Bruhn nahm sich vor, Xylitpulver selbst zu testen. Hier sein Kommentar:“ Beim Lösen im Speichel entzieht Xylitol der Umgebung Wärme, es entsteht ein angenehm kühlender Effekt. Was dann passierte, überraschte mich total: Nach dem Ausspucken waren meine Zäne ungewöhnlich glatt, ähnlich wie nach einer professionellen Zahnreinigung. Ich wiederholte diesen Vorgang mehrmals täglich über Monate. Ein Jahr lang habe ich im Selbstversuch diverse Anwendungsarten ausprobiert und dann Xylitol in die Therapie eingeführt.“

Nicht überraschend bezeichnet der Zahnarzt sein Resümee selbst als „unglaublich“:

-        Karies war fast vollständig verschwunden

-        Zähneputzen wurde weniger wichtig

-        Entstehende Zahnbeläge waren extrem leicht zu entfernen

-        Zahnfleischentzündungen gingen bei gleicher Zahnhygiene der Patienten stark zurück

-        Zahnsteinbildung war stark verringert

-        In Xylitol-Lösung (10 bis 20 Prozent) über Stunden eingelegte Positioner wurden geruchsfrei und sauber.

Wieder einmal sehen wir, dass die Natur für uns alle Stoffe bereithält, die wir zum Gesundbleiben benötigen. In der organischen Chemie ist Xylitol schon seit 120 Jahren bekannt, seitdem es zum ersten Mal vom deutschen Chemiker und Nobelpreisträger Emil Fischer hergestellt wurde. Xylitol entpuppte sich immer mehr als wahrer Wunderstoff, ja, als Wohltäter unserer geschundenen Körper. Anders als Zucker, der extrem schnell verstoffwechselt, also den Insulinspiegel hochkatapultiert, verstoffwechselt Xylit zu einem Drittel in der Leber und so langsam, dass es den Insulinspiegel praktisch unberührt lässt, weshalb es ein idealer Zuckerersatz für Diabetiker ist. Die übrigen zwei Drittel wandern in den Verdauungstrakt, wo sie von Darmbakterien zu kurzkettigen Fettsäuren abgebaut werden. Xylit schmeckt zwar genau wie Zucker – ohne Nachgeschmack, wie ihn andere Zuckerersatzstoffe aufweisen – doch hat es 40 % weniger Kalorien und 75 % weniger Kohlenhydrate als Rübenzucker! Xylit ist also nicht nur ein prima Zahnheilmittel, sondern ein veritabler Zuckerersatz, den man in Pudding, Kuchen, Müsli, Kaffee, Natur-Joghurt etc. geben kann.

Xylit macht auch in der Nase gefährlichen Bakterien den Garaus macht und gleichzeitig die schützende Reinigungsfunktion des Organs erhöht. So leidet die Nase – und damit wir- seltener unter Allergie- oder Asthmabeschwerden. Es verhindert nachgewiesenermaßen auch die Ansiedlung von Cadida albicans – einem besonders gefährlichen Hefepilz – und weiterer schädlicher Darmbakterien wie H.pylori, der für Mundgeruch, Magen- u. Zwölffingerdarmgeschwüre, Zahnfleischerkrankungen und sogar Magenkrebs mitverantwortlich gemacht wird.

Vierzig Länder weltweit haben Xylit schon entdeckt und genießen seine Vorteile. Es ist an der Zeit, dass auch die deutschsprachigen hinzukommen!

Artikel von Ursula Seiler in www.zeitenschrift.com